7 Gesundheitsvorteile von Datteln – Radikalfänger, Entzündungshemmend, Leberschützend und Süßungsmittel

Datteln eigenen sich nicht nur wunderbar als gesunder Snack, sondern haben auch eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen. Die Informationen, die in den letzten vier Jahrzehnten gesammelt wurden, legen nahe, dass Datteln antihyperlipidämisch, krebsvorbeugend und schützend vor Leber- und Nierenschäden wirken.

Datteln sind ein wertvolles und kostengünstiges Lebensmittel welches vor allem ein Bestandteil der arabischen Ernährung darstellt. Üblicherweise werden sie während dem Ramadan verzehrt.

So schrieb eine Follwerin:

Datteln esse ich irgendwie nur an Ramadan, ist so eine Art Tradition und an anderen Tagen kann ich es mir komischerweise nicht vorstellen, obwohl sie so lecker sind.

king-13506_640 datteln 7 Gesundheitsvorteile von Datteln - Radikalfänger, Entzündungshemmend, Leberschützend und Süßungsmittel king 13506 640Die Dattelpalmen sind wichtige Pflanzen in den heißen Regionen im Südwesten Asiens und Nordafrikas. Auf einer Höhe von bis zu 1500 Meter können die Palmen noch wachsen, wobei diese zwischen 10 und 30 Meter hoch werden.

Es gibt insgesamt weit mehr als 600 verschiedene Dattelarten. Von der Aabel bis zur Zahidi und Bericcha Pazham, wobei wir nur spannedes über sechs dieser Arten in diesem Beitrag erfahren werden.

Aus den Früchten kann leckerer Kuchenteigboden als auch Brot und Sirup hergestellt werden. Das Holz der Pflanz dient als Brenn- und Baumaterial und wird vielseitg angewendet. Erst nach 6 Jahren trägt ein Dattelbaum das erste Mal seine mächtige Fruchtpracht. Momentan werden die Dattelpalmen im mittlerem Osten, Nordafrika, teilen von Zentral- und Südamerika, Indien, Pakistan und im süden Europas kultiviert.

Datteln – Wahre Wunderwerke der Natur

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Datteln bestehen zu 70% aus Kohlenhydraten. Üblicherweise werden die Datteln getrocknet, wodurch sie an Wasser verlieren und die Zuckerkonzentration steigt.

So werden diese auch als Wunderwarke der Natur bezeichnet. Sie sind reich an Vitamin B Complex (B1, B2, B3 … B7), Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor und vor allem an Kalium. Aufgrund ihrer Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine bekämpft die Dattel chronische Müdigkeit und Anämie. Die in der Dattel enthaltenen chemischen Elemente, wie Ballaststoffe und Kalium sind für die Gesundheit des Nerven- und Verdauungssystems von großer Bedeutung.

Der Anteil der Nährstoffe variiert je nach Dattelart.

Wegen ihres Reichtums an Mineralien wird die Dattel “a mine in itself” genannt, ein Bergwerk für sich. Die Dattel beugt auch Krebs vor, vor allem Gebärmutterhalskrebs und sie hilft bei trockener Haut und brüchigen Nägeln.

Seit Jahrhunderten werden die Dattelkerne in der arabischen Welt benutzt um daraus koffeinfreien Kaffee mit kaffeeähnlichem Geschmack zu erzeugen. So wird Dattelpulver an Personen verkauft, die gerne koffeinfreien Kaffee genießen wollen.

Dattelkerne sind reich an Proteinen (5,1 g/100g), Fett (9g/100g), Faserstoffen (sog. Ballaststoffen (73.1g/100g), Phenolen (3942mg/100g) und Antioxidantien (80,400 µ mol/100g)

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass den Datteln kein Glucose-Fructosesirup zugesetzt wurde.

Arten der Dattel

Von den über 600 Dattelarten sind die uns geläufigen die Medjool, Khalas und Deglet Noor. Diese werden vor allem in den warmen Regionen Texas, Arizonas und im Süden Kalifornies angebaut. Die aus Arabien stammenden Pflanzen haben sich im Laufe der Zeit an diese Zonen der Welt angepasst.

datteln-früchte datteln 7 Gesundheitsvorteile von Datteln - Radikalfänger, Entzündungshemmend, Leberschützend und Süßungsmittel datteln fr chteSobald die Frucht reif ist besitzt sie eine gelb bis rotbraune Farbe. Datteln wachsen in riesigen Stauden, wobei jede dieser ein Gewicht von bis zu 10 Kilogramm erreichen kann. Eine produktive Palme kann bis zu 10 dieser Stauden tragen und somit ein Gesamtgewicht von über 100kg erreichen.

Die Süße beziehungsweise Struktur der Dattel hängt unmittelbar mit dem Reifegrad zusammen. Dabei wird der Entwicklungsprozess der Datteln in fünf unterschiedliche Phasen unterteilt (Hababouk, Kimri, Khalal, Rutab and Tamar).

Reifegrade der Datteln:

Balah – noch nicht reif, klein und faltig wie ein Apfel

Ruthab – halb-reif, sehr gesund, diese müssen jedoch bei – 10 Grad gelagert werden, damit die Dattel nicht weiter reift.

Die Dattel gefriert in der Kühltruhe nicht, da der hohe Fruchtzuckergehalt einen Strich durch die Rechung macht. Durch diesen Prozess wird der Reifeprozess gestoppt. So bleibt die Dattel saftig und zergeht auf der wie lauwarme Schokolade.

Tamr – reif und getrocknet

Datteln – Ein natürlicher Vitalstoffsnack

Das Fruchtfleisch enthält einfach verdaulichen Zucker (70%), hauptsächlich Glucose, Saccharose und Fructose; Faserstoffe, wenig Fett und Proteine. Das Fleisch ist reich an Eisen, Kobalt, Kalzium, Mangan, Magnesium, Kalium, Bor, Selen und Zink. Auch enthalten sie wertvolle Vitamine wie Vitamin A, B1, B2, B3, B4, B5.

Wie auf Abb. 1 oben zu sehen liefern 100g Datteln 19% des täglichen Kaliumbedarfs und 15% des täglichen Magnesium-, Selen- und Kupferbedarfs.

Die Dattelkerne enthalten verglichen zum Fruchtfleisch mehr Proteine (5,1g/100g) und Fette (9g/100g) und enthalten wertvolle Ballaststoffe.

Datteln enthalten wertvolle Phytonährstoffe

Das Fruchtfleisch der Dattel ist reich an Phytochemikalien. Sie enthalten Carotinoide, Flavonoide, Anthocyane, Oligomere Proanthocyanidine und Sterine.

Die Pflanzenstoffe besitzen diverse Vorteile für unsere Gesundheit.

Carotinoide

Carotinoide sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die für den Menschen nicht essentiell sind, jedoch gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Datteln enthalten die Carotinoide: lutein, β-Carotin und Neoxanthin.

Sie sind zudem wirkungsvolle Antioxidantien und bilden die Vitaminvorstufe von Vitamin A. Diese neutralisieren freie Radikale.

  • So zeigte sich, dass Frauen, die höhere Carotinoide Level besaßen ein geringeres Brustkrebsrisiko aufwiesen. Die Forscher fanden dabei heraus, dass es statistisch signifikante Verbindungen zwischen den zirkuliereden Mengen und den totalen Carotinoiden Mengen und dem Brustkrebsrisiko gibt 1
  • Wer Eier mit rohem Gemüse verzehrt erhöht deren Nährstoffwert. So wurden die Carotinoide um das 3-9 fache besser aufgenommen, wenn drei volle Eier dazu verzeht wurden. 2 3
  • Ein erhöhter Verzehr von carotinoidreichen Obst und Gemüsen geht mit mit einem reduzierten Tumorrisiko einher Antikanzerogene Effekte 4

Flavonoide

Zurzeit sind mehr als 6500 Flavonoide bekannt. Diese liegen überwiegend in den Randschichten (der Schale) der Pflanzen. Aus diesem Grund sollten Karotten, Äpfel, Gurken und Co. nicht geschält werden.

Bei der Apfelsaftherstellung bleiben zum Beispiel nur noch 10% der Flavonoide im Saft..

Auch den Flavonoiden werden eine Reihe positiver Eigenschaften für unsere Gesundheit zugeschrieben – Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen, antioxidativer Schutz vor Tumorerkrankungen, antivirale und antibakterielle Eigenschaften.

  • Eine erhöhte Zufuhr von Flavonoiden reduziert das Risiko an aggresivem Prostatakrebs zu erkranken. Männer mit der höchsten Flavonoid Zufuhr hatten ein 25% geringeres Risiko an aggressivem Prostatakrebs zu erkranken. Dabei ist es wichtig eine Vielzahl von verschiedenem Obst und Gemüse zu konsumieren, als sich nur auf ein flavonoidreiches Lebensmittel zu konzentrieren. 5
  • Eine flavonoidreiche Ernährung hilft Frauen dabei ihr Risiko an Eierstockkrebs zu reduzieren. Häufiger Konsum von Lebensmitteln, die das Flavonoid Kaempferol enthalten (keine Kräutertees, also bspw. grüner Tee und Brokkoli) wurde mit einem reduzierten Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken assoziiert. Bei Frauen, die große Mengen vom Flavonoid Luteolin verzehrten, welche in Lebensmitteln wie Karotten, Paprikas, Kohl, Olivenöl, grünem Pfeffer, Kamille, Pfefferminze, Petersilie, Oregano, Thymian, Rosmarin und Artischockenblättern vorkommen, zeigte sich ebenso ein reduziertes Risiko. 6
  • Das Essen von flavonoidreichen Lebensmitteln schützt Männer vor Parkinson. Knapp 130.00 Männer und Frauen nahmen an dieser Studie teil. Mehr als 800 entwickelten die Krankheit Parkinson. Die Wissenschaftler fanden dabei heraus, dass die Männer welche die meisten Flavonoide aßen eine 40% geringe Wahrscheinlichkeit hatten diese Krankheit zu entwickeln, als diese, welche am wenigsten aßen. 7

Die bekannten Gesundheitsvorteile von Datteln – Das hat die Dattel zu bieten

Datteln liefern eine Anzahl von wertvollen Vitaminen, Mineralien und gesundheitsfördernde Phytonährstoffe. Zudem sind sie einfach zu verdauen, wodurch der Körper vollständigen Gebrauch von den Wunderwerken der Natur machen kann.

1. Ballaststoffe für einen gesunden Darm – Die Zufuhr an Ballaststoffen liegt bei beiden Geschlechtern unterhalb des Richtwertes für die Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 g/Tag. 8 Faserstoffe sog. Ballaststoffe sind wichtig für die Gesundheit des Dickdarms, diese helfen Abfall durch den Darm zu bewegen. Ballaststoffe agieren als guter Treibstoff für das Wachstum von „freundlichen“ Darmbakterien. Entscheidend für Wohlbefinden und Serotoninproduktion.

Das Essen von ballaststoffreichen Lebensmittel, wie zum Beispiel von Früchten, Gemüse, Linsen und als gesunden Snack ein paar Datteln, hat die Produktion von gesundheitsfördernden kurzkettigen Fettsäuren zur Folge. Diese sogenannten SCFAs werden mit gesundheitsfördernden Effekten in Verbindungs gebracht – Reduktion des Risikos an enzündlichen Erkrankungen, Diabetes und Kardiovaskulären Erkrankungen zu erkranken.

2. Als Energie Quelle – Frische Datteln bestehen aus weichem und einfach zu verdauenden Fruchtfleisch und einfachem Zucker wie Fructose und Dextrose. Wer eine Hand dieser frischen Datteln isst füllt seine Energiespeicher und revitalisiert seinen Körper augenblicklich.

3. Antioxidative Wirkung –  Je höher die Konzentration der Phytonährstoffe, der jeweiligen Dattelart, umso stärker sind deren antioxidaten Eigenschaften. Auch das in der Dattel enthaltende Selen trägt zu den antioxidativen Effekten bei. 9

4. Reduziertes Schlaganfallrisiko – Dafür ist das in der Dattel enthaltende Magnesium verantwortlich. Nach der Auswertung von 7 Studien, welche über einen Zeitraum von 14 Jahren veröffentlicht wurden, fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden um 9%, pro 100mg Magnesium täglich, sank. 10

Weitere magnesiumreiche Lebensmittel sind Kürbissamen, Mandeln, Cashewnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Spinat, Sojaprodukte, Bananen, Meeresfische, Kartoffeln, Tomaten und Rindfleisch.

5. Kaliumreiche Lebensmittel reduzieren das Schlaganfall und Sterberisiko bei älteren Frauen – Ältere Frauen, die Lebensmittel mit einem hohen Kalimugehalt aßen hatten ein geringes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden und zu sterben, als Frauen, die weniger kaliumreiche Lebensmittel aßen. 11

Ein Mangel an Magnesium vermindert die Kaliumresorption. Deshalb sollten die oben genannten magnesiumreichen Lebensmittel in die Ernährung integriert werden. 12

6. Schutz des Gewebes vor oxidativem Stress – Die Vitamine (A, B1, B2, B3, B6, B9 und C), die in Datteln enthalten sind, schützen das Gewebe vor oxidativem Stress. Zudem sind diese Vitamine an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und bringen weitere zahlreiche gesundheitsvorteile mit sich.

7. Entzündungshemmend – Datteln sind reich an Magnesium. Dieses Mineral ist bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften. Magnesium reduziert Entzündungen an den Gefäßwänden. Diese Studie fand auch heraus, dass Magnesium das Risiko an Kardiovaskulären Erkrankungen, Arthritis und Alzheimer zu erkranknen effektiv reduzieren kann. 13

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Quellen:

  1. Journal of the National Cancer Institute. (2012, December 6). Women with higher carotenoid levels have reduced risk of breast cancer. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  2. Purdue University. (2015, June 5). Top salads with eggs to better absorb vegetables‘ carotenoids. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  3. Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB). (2015, March 29). Consuming eggs with raw vegetables increases nutritive value. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  4. Giovannucci E., Ascherio A., Rimm E.B., Stampfer M.J., Colditz G.A., Willett W.C. Intake of carotenoids and retinol in relation to risk of prostate cancer. J Natl Cancer Inst 1995:87; 1767-1776
  5. American Association for Cancer Research (AACR). (2012, October 17). Increased flavonoid intake reduced risk for aggressive prostate cancer. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  6. Harvard University. (2007, November 20). Flavonoid-rich Diet Helps Women Decrease Risk Of Ovarian Cancer. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  7. University of East Anglia. (2012, April 4). Eating flavonoids protects men against Parkinson’s disease, study finds. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  8. Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Hrsg.) Nationale Verzehrsstudie II, Ergebnisbericht Teil 2. Karlsruhe, 2008
  9. Steinbrenner H, Sies H. Protection against reactive oxygen species by selenoproteins. Biochim Biophys Acta. 2009 Nov;1790(11):1478-85. doi: 10.1016/j.bbagen.2009.02.014. Epub 2009 Mar 5.
  10. Susanna C Larsson, Nicola Orsini, and Alicja Wolk. Dietary magnesium intake and risk of stroke: a meta-analysis of prospective studies. 2011, doi: 10.3945/​ajcn.111.022376 Am J Clin Nutr ajcn.022376
  11. American Heart Association. (2014, September 4). Potassium-rich foods cut stroke, death risks among older women. ScienceDaily. Retrieved February 22, 2016
  12. Bundesinstitut für Risikobewertung: Domke A., Großklaus R., Niemann B. et al (Hrsg.) (2004) Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln – Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte. Teil 2. BfR-Hausdruckerei, Dahlem
  13. Chacko SA, Song Y, Nathan L, Tinker L, de Boer IH, Tylavsky F, Wallace R, Liu S. Relations of dietary magnesium intake to biomarkers of inflammation and endothelial dysfunction in an ethnically diverse cohort of postmenopausal women. Diabetes Care. 2010 Feb;33(2):304-10. doi: 10.2337/dc09-1402. Epub 2009 Nov 10.
Florian Kaminski

Autor und Gründer von Foodoholic. Spielt seit dem 4. Lebensjahr Badminton. Trainierte und lernte auf der erfolgreichsten Sport-Eliteschule Deutschlands und kurzzeitig am Olympiastützpunkt. 10-facher Berliner Meister, 8-facher Berliner Vize Meister, 4-facher Norddeutscher Meister, 3. Platz Deutsche Meisterschaft uvm. Studiert Inter. Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie. Ausbildung zum Gesundheitsberater in Planung. Ist beeindruckt vom Buddhismus und liebt das Kochen mit frischen und regionalen Produkten. Besitzt über 100+ fremdsprachige Ernährungs-, Philosophie- und Kochbücher. Hat in 12 Jahren Leistungssport von A-Z fast alles ausprobiert. Setzt auf eine vitalstoffreiche, vollwertige und auf Pflanzen basierte Ernährung. Liebt 92%-ige Schokolade und qualitativ hochwertiges Fleisch. Reduziert seinen Zuckerkonsum auf ein Minimum, setzt auf hochqualitative Fette, trinkt keine Milch und vermeidet Auszugsmehle und Fabrikfette.